Monumento Salzburg 2018.

Publikumsoffene Fachmesse für Denkmalschutz. Handwerk. Kulturerbe!
Die Plattform zum Start ins europäische Kulturerbejahr 2018 - Sharing Heritage

Monumento Salzburg erhöht Qualitätsstandards in der Denkmalpflege

Mit einer äußerst positiven Resonanz ist am Samstag die zweite Monumento Salzburg zu Ende gegangen. Die internationale Denkmalpflegemesse hat sich in den vergangenen Tagen als perfekte Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um aktuelle Entwicklungen und bewährte Restaurierungsmethoden gezeigt. „Mit mehr als 180 Ausstellern aus acht Nationen, über 40 Vorträgen und rund 2.400 Fachbesuchern avancierte die ´Monumento Salzburg´ zur internationalen Drehscheibe für den Wissensaustausch im Denkmalpflegebereich und trägt so erheblich zur Steigerung des Qualitätsstandards bei“, ist der Messezentrum-Chef Dipl.-Kfm. Henrik Häcker überzeugt.

 Die Internationalität der Messe spiegelte sich auch bei den Besuchern wider, die aus über 10 Ländern nach Salzburg anreisten. Die hohe Verweildauer sprach für die Qualität der Aussteller und die Atmosphäre auf der Messe. Experten und Interessierte aus allen Teilen Mitteleuropas haben sich an den Ausstellerständen davon überzeugen können, dass es sich bei historischen Objekten zwar um eine tote Materie handelt, die Restaurierung allerdings sehr lebendig vonstattengeht. Die Aussteller lobten zudem den Fachcharakter der Messe und freuten sich über fachkundige Gespräche an den Ständen. An konkreten Anliegen und Wünsche des einen oder anderen Besuchers mangelte es nicht.

Neben dem österreichischen Bundesdenkmalamt waren unter anderem auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Südtiroler Landesdenkmalpflege, das Denkmalamt der Slowakei und das Denkmalinstitut für Tschechien auf der Messe vertreten. Das Aussteller-Portfolio reichte von der Kunstschmiede und der Aerosolreinigung über die Glasmalerei und Stuckmarmorrestaurierungen bis hin zur modernen Lasertechnik, die beispielsweise zur Reinigung von Steinskulpturen eingesetzt wird.

Vernetzung, Austausch und Ethik in der Denkmalpflege

Groß war das Interesse am diesjährigen Schwerpunktthema Stein, denn wer glaubt, dieser halte ewig, der irrt. „Stein bedarf kontinuierlicher Pflege und Wartung. Sonst können Stein-Figuren im Extremfall über Nacht wie Zucker zerbröseln“, stellte Mag. Johann Nimmrichter vom Österreichischen Bundesdenkmalamt fest. Der Denkmal-Profi war einer von zahlreichen Vortragenden, der während der dreitägigen Messe einen interessanten Vortrag hielt und so die Monumento bereicherte. Stein ist für die Denkmalpflege eine große Herausforderung. Er wird sowohl von außen als auch von innen zerstört: Frost, Tauwechselreaktionen, Austrocknung und Umweltverschmutzung setzen dem beliebten Baumaterial zu. Oft reicht es nicht mehr aus zu pflegen und zu sanieren – manchmal müssen auch zerstörte Teile wiederhergestellt werden. „Die Herausforderung ist, dass es sehr viele Gesteinsarten gibt und jede will anders behandelt werden. Diese Messe ist eine wichtige Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und um ein gutes Netzwerk zwischen den Experten für Steinerhaltung zu bilden und zu pflegen“, informierte Nimmrichter.

Der Denkmalpfleger betonte auch, dass nicht nur die Evaluierung der verschiedenen Techniken von Bedeutung sei, sondern auch die Ethik in der Denkmalpflege und die Bereitschaft für eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sparten und auch Ländern. Dazu haben sowohl Experten als auch Interessierte 2016 wieder die Gelegenheit, denn dann wird die Denkmalpflegemesse zum dritten Mal in Salzburg stattfinden.

Zurück