Monumento Salzburg 2018.

Publikumsoffene Fachmesse für Denkmalschutz. Handwerk. Kulturerbe!
Die Plattform zum Start ins europäische Kulturerbejahr 2018 - Sharing Heritage

Wir müssen auch in der Denkmalpflege erst Europa werden

Monumento Salzburg 2016 eröffnet

Anlässlich der Eröffnung der publikumsoffenen Denkmalpflegemesse „Monumento Salzburg“ sprach sich HR Prof. Dr. Barbara Neubauer, Präsidentin des Bundesdenkmalamtes Österreich, für einen vereinfachten Zugang zu Fördergeldern auf europäischer Ebene aus. Grenzüberschreitende Kooperation der Denkmalämter finde bereits auf wissenschaftlicher Ebene statt. Jedoch stehe man noch am Anfang. “Wir müssen erst Europa werden – auch in der Denkmalpflege“, gab Neubauer zu bedenken. Dies sei nicht einfach, weil sich der Zugang der europäischen Staaten zur praktischen Denkmalpflege unterscheide. Man müsse zunächst im Rahmen von Projekten Gemeinsamkeiten identifizieren. Dies sei jedoch oftmals ein Problem der personellen Kapazitäten und finanziellen Ressourcen.

Grenzüberschreitende Kooperation in der Denkmalpflege

Die Monumento Salzburg bietet ein bedeutsames Forum für die Branche. „Es geht auf der Messe darum, unsere Denkmalpflege-Community zu treffen und sie besser zu vernetzen“, so Neubauer weiter. Ein grenzüberschreitendes Bewusstsein, sowie eine stärkere Kooperation über Landes- und Statusgrenzen hinweg, forderte auch Generalkonservator Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Mgr. Martin Tomášek, Ph.D., stellvertretender Generaldirektor des Nationalinstituts für Denkmalpflege der Tschechischen Republik, betonte ebenso, dass die derzeitige grenzüberschreitende Zusamenarbeit noch Potenzial habe.

Vom spezialisierten Tischler bis zum Steinmetz

Auch für das Laienpublikum hält die Monumento Salzburg, die noch bis Samstag im Messezentrum Salzburg stattfindet, Spannendes bereit. „Besucher haben die Möglichkeit sich bei 174 Ausstellern aus acht Ländern, vom spezialisierten Handwerk bis zu wissenschaftlichen Restaurierungs- und Konservierungstechniken zu informieren“, erzählt Charlotte Reichenspurner vom Messezentrum Salzburg. Die österreichische UNESCO-Kommission präsentiert auf der diesjährigen Monumento alle neun österreichischen Welterbestätten. Dr. Mona Mairitsch, stellvertretende Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission hob deren Diversität hervor. „Vom Schloss Schönbrunn, über Kulturlandschaften wie die Wachau, bis hin zu Prähistorischen Pfahlbauten und der Semmeringeisenbahn gibt es vielfältigste Welterbestätten zu entdecken.“

Die Weltkulturerbe-Stadt Salzburg

Das historische Zentrum der Stadt Salzburg ist seit 1996 Weltkulturerbe. Bürgermeister Dr. Heinz Schaden informierte über den derzeitigen Fokus der Altstadterhaltung. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt Salzburgs fünfte Fassade neu erstrahlen zu lassen“. Unter dieser fünften Fassade seien die Straßen und Plätze Salzburgs zu verstehen. Während am Platzl und in der Linzergasse bereits umfangreiche Neugestaltungen vorgenommen wurden, wird derzeit die Getreidegasse in Angriff genommen. Als nächstes Projekt dieser Art habe man, laut Schaden, den Residenzplatz im Blick.

Welche Neubauten sind in der Stadt Salzburg machbar und sinnvoll? Darüber diskutierte die "IKS - Initiative Kulturstadt Salzburg" im Vorfeld der Eröffnung der "Monumento Salzburg". Im Rahmen des Kulturgesprächs hielt MMag. Dr. Peter Strasser von der Donau-Universität Krems (Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur, Department für Bauen und Umwelt, Zentrum für Baukulturelles Erbe) einen Vortrag zum Thema „Die UNESCO Welterbe-Stadt Salzburg“. Im Anschluss daran fand eine rege Diskussion statt, derer sich auch Stadtrat Johann Padutsch und Senatsrat Dipl.-Ing. Dr. Andreas Schmidbaur (Abt. 5: Raumplanung und Baubehörde, Amt der Stadt Salzburg) stellten.

Die „Monumento Salzburg“ findet noch bis Samstag im Messezentrum Salzburg statt.

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