MONUMENTO Salzburg: 10.-12. März 2022
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07. März 2020 | Kongress

OFI: Bau- und Instandsetzungstag

Ein besonderer Programmpunkt der MONUMENTO 2020 ist der Bau- & Instandsetzungstag
Für Baufachleute, Ingenieure sowie Eigentümer von nicht unter Schutz stehenden Altbauten werden am Samstag Fachvorträge zum Thema "Sanierung und Revitalisierung" angeboten.

1) MESSETICKET VOR ORT AN DER MESSEKASSA ODER HIER VORAB ONLINE ERWERBEN

2) KOSTENLOSES TICKET FÜR DEN BAU- UND INSTANDSETZUNGSTAG sichern! *

* Der Besitz eines gültigen Messetickets ist Voraussetzung für den kostenlosen Besuch des Bau- und Instandsetzungstags 2020 auf der MONUMENTO Salzburg!

 

Rahmenprogramm

Moderation: findet durch Herrn Dipl.Ing. Dr. Michael Balak statt

  • Geschäftsführer OFI
  • Leiter Bauwerksereneuerung
  • Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
  • Zivilingenieur für Bauwesen
     

Programmablauf:

  • 09:15 - 09:40 Die Vorteile der Weiternutzung des Bestandsbaues und der historischen Baumaterialien
    (Ulrich Klein, IBD Marburg)
  • 09:45 - 10:10 Statische Sanierungsmaßnahmen zum Bauwerkserhalt
    (Christian Kayser, München)
  • 10:15 - 10:40 Die richtige Haustechnik für den Altbau
    (Helmut Berger, Allplan)
     
  • 10:40 - 11:00 Kaffee-Pause
     
  • 11:00 - 11:25 Baunormen und Abweichungen für den Altbau
    (Burghauptmann Reinhold Sahl, Wien)
  • 11:30 - 11:55 Mauerwerkstrockenlegung - eine nachhaltige Sanierungsmaßnahme
    (Michael Balak, OFI Wien)
  • 12:00 - 13:30 Mittagspause
     
  • 13:30 - 13:55 Ursachen von Schimmelbefall an Bauteilen
    (Günther Fleischer, OFI Wien)
  • 14:00 - 14:25 Hochwertige Nutzung von Keller und Souterrain aus bauphysikalischer Sicht
    (Clemens Häusler, bauphysik.at)
  • 14:30 - 14:55 Sanierung von historischen Putzfassaden
    (Klaus Pohlplatz, OFI Wien)
     
  • Ab 15:00 Diskussion

Es handelt sich hierbei um eine Kooperation zwischen dem OFI Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik und dem Messezentrum Salzburg.

 

Statements

Dipl.Ing. Dr. Michael Balak, Geschäftsführer OFI

« Die Ursachen für die häufigen Fehlschläge bei der Mauerwerkstrockenlegung liegen erfahrungsgemäß in fehlender Bauwerksdiagnostik, unzureichender Planung, mangelhafter Ausführung, objektspezifisch falscher Materialauswahl und ungeeigneter Baustoffqualität. Die vermeidbaren Bauschadenskosten pro Jahr, verursacht durch unwirksame oder unzureichende Trockenlegungsmaßnahmen, belaufen sich dabei auf mehrstellige Millionenbeträge. Aus diesen Gründen ist die objektspezifisch korrekt durchgeführte Mauerwerkstrockenlegung eine nachhaltige Sanierungsmaßnahme. »

 

Günther Fleischer, OFI Wien

« Ein Schimmelbefall in Innenräumen ist eine nicht tolerierbare hygienische Beeinträchtigung, die unter bestimmten Umständen sogar eine Gesundheitsgefährdung der Nutzer darstellen kann. Für eine nachhaltige Beseitigung eines Schimmelbefalls ist es erforderlich, die genaue Ursache zu ermitteln. In diesem Vortrag wird neben einer kurzen Einführung in die bauphysikalischen Grundlagen die prinzipielle Vorgehensweise bei der Untersuchung zur Ursachenermittlung von Schimmelbefall vorgestellt. »

 

Helmut Berger, Allplan

« Die richtige Haustechnik für den Altbau erfüllt im Rahmen eines minimal invasiven Eingriffs in das Bestandsobjekt die aktuelle Gesetzeslage, den Kostenrahmen des Bauherrn und obendrein die Komfortkriterien der späteren Nutzer. Dieser Vortrag soll anhand von Praxisbespielen die speziellen Herausforderungen in der TGA Bestandssanierung, wie z.B. den Platzmangel, den Sanierungsumfang und den Kostendruck aufzeigen und Gedankenanstöße für generalisierte Lösungen bieten. »

 

Clemens Häusler, bauphysik.at

« Jede Art „Hochwertige Nutzung von Keller und Souterrain“ erfordert trockene Räumlichkeiten. Und nur ein warmer Keller kann auch ein trockener Keller sein. Insbesondere die thermische Trägheit des umliegenden Erdreichs, d.h. die kalten Oberflächen, erschweren die Bedingungen bei erdanliegenden Bauteilen.
Dies erfordert ein Zusammenwirken von Bauphysik und Haustechnik. Bauphysiklasich benötigen wir feuchteunempfindliche Materialien die in der Lage sind Feuchtespitzen zu puffern und haustechnisch benötigen wir ein Lüftungskonzept das entsprechend der unterschiedlichen Jahreszeit für einen entsprechenden Luftwechsel sorgt. »

 

DI Dr. Klaus Pohlplatz, Baumeister

« Eine historische Putzfassade stellt einen „Maßanzug“ für ein Gebäude dar, wobei das Fassadendekor, Putzflächen mit unterschiedlichen Strukturen, Fenster- /-achsen /-größen und /-formen wesentliche Gliederungselemente sind.
Bei Fassaden von denkmalgeschützten Gebäuden sind Erhebungen des IST-Zustandes, Untersuchungen, Ausarbeitung von Instandsetzungs- bzw. Restaurierungskonzepten in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und Restauratoren „Lege artis". Eine Fassadenbefahrung mit einem Steiger und Erstellung einer Schadenskartierung stellt dabei die Basis für das Instandsetzungs- bzw. Restaurierungskonzept dar.
Wenn alle Details im Vorfeld geklärt sind und Konsens über den Sanierungsumfang, die einzelnen Sanierungsschritte, die Wahl der Materialien und die Farbgebung besteht, dann ist auch ein zügiger Bauablauf und eine genaue Kostenprognose gewährleistet. »

 

DI Christian Kayser, München

« Das Tragwerk bildet gewissermaßen das Skelett des Baudenkmals – der Tragwerksplaner ist damit der Knochenchirurg der Denkmalpflege. Dem Tragwerksplaner kommt so eine besondere Verantwortung zu, denn nur die kundige Anamnese und Diagnose ermöglichen die Konzeption einer individuellen, dem Objekt angemessenen Therapie. Mit seiner Arbeit stellt er wesentliche Weichen für den Erfolg der Maßnahme, sowohl in Bezug auf die aufzuwendenden Ressourcen wie auch auf die Bewahrung der materiellen Befundüberlieferung. Voraussetzungen hierfür sind einerseits fundierte und souveräne Anwendung der Normen und technischen Regeln, andererseits aber auch eine profunde Kenntnis historischer Konstruktionen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit  etwa mit Vertretern der Denkmalfachbehörden, Bauforschern, Denkmalarchitekten – Denkmalpflege gelingt nur im Team. »

 

Ulrich Klein, IBD Marburg

Über die Vorteile der Weiternutzung des Bestandsbaues und der historischen Baumaterialien:
« Nachhaltigkeit ist heute wieder in aller Munde, und belebt – zum dritten Mal in den vergangenen 40 Jahren – als Thema inzwischen auch wieder die Diskussion über Baukonstruktionen und Baumaterialen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich dann schnell, dass die älteren Bestandsbauten mit ihren bewährten Baumaterialien weitgehend bereits die Anforderungen an Ressourcenschonung durch Dauerhaftigkeit erfüllt haben, die man heute als wünschenswert formuliert. Dabei haben sie noch den unschätzbaren Vorteil, schon vorhanden zu sein, errichtet aus jahrhundertelang erfolgreich genutzten Materialien an bereits sorgfältig ausgewählten Orten, die meist auch bei verschärften Umweltbedingungen noch als sicher gelten können.

Die richtige Lösung für die Anforderungen an die zukünftigen Bauten liegt daher oft im Weiternutzen von vorhandenen Bauten, die intelligent für heutige Nutzungsansprüche ertüchtigt worden sind, ohne dabei ihre mitgebrachten Vorteile zu verspielen. Das ist angesichts einer inzwischen immer weiterreichenden Verrechtlichung des Bauens nicht einfach, aber doch möglich und wünschenswert. »

Veranstalter

Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1
5020 Salzburg
www.messezentrum-salzburg.at

 

OFI Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik
Franz Grill-Straße 1, Objekt 213
1030 Wien
www.ofi.at